Zusammenfassung: Die Bundesregierung und ihre wissenschaftlichen Berater wollen keineswegs "nur" Contact Tracing sondern eine umfassende Seucheninfrastruktur bauen incl. digitalem Seuchenpass usw. Und all das soll zusammengebracht werden.
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Das "schöne" ist, dass dabei die Debatte um zentral vs. dezentral wirklich deutlich irrelevanter wird. Klar ist das ganze mit einem zentralistischen System leichter, aber wenn die "Mehrwertdienste" dann in derselben App sind, kriegt man das schon zusammengeführt.
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Man beachte z.B. Seite 3: "(2) Auf COVID-19 getestete Personen sollen über ihr Testergebnis schnell und digital informiert werden können" Es sollen also ganz explizit die COVID-Tests in die Contact Tracing App rein.
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Wie soll das gehen? Diagnostiklabore sollen (auf nicht weiter spezifizierte Art und Weise) an die gesamte Infrastruktur angebunden werden, um diese Daten einzuspielen. Das Testergebnis wird also irgendwie über z.B. den zentralen PEPP-PT Server an Betroffene übermittelt.
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Nun kann man auch das theoretisch irgendwie End-To-End encrypted machen aber wir wissen ja, dass die Bundesdruckerei mit Kölner Kliniken an einem digitalen Seuchenpass häkelt. Man suchte dort seit langem für einen Usecase für Blockchains und glaubt nun einen gefunden zu haben.
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Guckt man sich die Doku des Blockchain-Seuchenpasses an, so sieht man, dass genau dieser Usecase dort schon explizit mit im Design erfasst wurde. Wir wissen natürlich nicht, wie eng man schon zusammen arbeitet, es gibt kaum Transparenz und Dokumentation.
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Es bleibt also festzuhalten, dass unter dem Mantel von "wir machen nur ein bisschen Contact Tracing ohne Daten" a) PEPP-PT eine Machine-Learning-Seuchen-Spielwiese bauen will b) da rein ein digitaler Seuchenpass gestopft wird Das ganze macht aber auch zufällig Contact Tracing.
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Wenn man dann noch mitdenkt, dass die EU natürlich keine Inkompatibilitäten will, können wir davon ausgehen, dass das ganze mit Gewalt auf ganze Europa ausgerollt werden soll. Vielleicht hört dann auch das dümmliche Gerede über das "böse Überwachungschina" auf.
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Denn mit dem Segen diverser NGOs und Datenschützer und unter einer deutlich anderen Kommunikation wird hier massiv Infrastruktur aufgebaut, die auch nach Corona (wenns das gibt) nicht weg geht.

8:53 AM · Apr 24, 2020

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Das System hat extrem viele Player und wird mit jedem Tag unüberschaubarer und ist für die Betroffenen (das sind wir) kaum durchdringbar.
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Wir haben jetzt bei der "App" also schon bevor sie auf dem Markt ist massiven Funktions- und Missioncreep. Aber das hört dann sicher auf. Auf jeden Fall. Da gibt sicher auch jemand sein Ehrenwort. Ich wiederhole: Sein Ehrenwort.
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Ich bin aus dem Thema dann jetzt raus. Ihr macht das schon. Ich kann zu dem Thema nur empfehlen @lopalasi @annalist und @MalteEngeler zu folgen, die die Rolle der notwendigen Kritiker*innen ganz ausgezeichnet füllen.
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Replying to @tante
"...Corona (wenns das gibt)..." Hast du Zweifel?
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Volle Zustimmung, das ist auch uMn der zentrale Punkt, warum, wenn überhaupt(!), ein dezentrales System hermuss. Siehe auch:
„Wir vom #FIfF möchten eindringlich auf die Gefahr hinweisen, dass sich an ein zentralisiertes System weitreichende Nachnutzungsmöglichkeiten anschließen werden.“ warnt Kirsten Bock (@privacyDE) fiff.de/presse/dsfa-corona-u… #CoronaApp #Zweckbindung
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Replying to @tante
Welche NGOs und Datenschützer meinst du hier, die Ihren Segen zu so einer Infrastruktur geben?
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